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Willkommen

Meine Geschichte mit Yoga begann im Jahr 2009. Damals hatte ich ungefähr so viel Ahnung von Yoga wie eine Katze vom Apportieren. Ich war ein Kind von schnellen, intensiven Sportarten und konnte dem langsamen, bewussten Tempo des Yoga mit meinen 29 Jahren nicht besonders viel abgewinnen. Mein Körper war ständig in Bewegung und mein Kopf lief sowieso rund um die Uhr auf Hochtouren.

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Da ich jedoch mal wieder mit verschiedenen körperlichen Beschwerden zu kämpfen hatte und deshalb nach einer etwas sanfteren Sportart suchte, kamen die Yogastunden in meinem damaligen Fitnesscenter gerade recht.

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Entspannt war ich zu dieser Zeit nämlich ganz und gar nicht. Meine Gedanken waren meist drei Schritte voraus, mein Nervensystem stand dauerhaft unter Strom und meine Emotionen hatten gelegentlich die Intensität eines Sommergewitters. Ich kämpfte mit schweren Depressionen und Angstzuständen.

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Die ADHS-Diagnose, die ich erst vor Kurzem erhalten habe, hat rückblickend viele Puzzleteile an ihren Platz fallen lassen. Plötzlich ergaben Dinge Sinn, die mich jahrelang verwirrt hatten.

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Meine damalige Yogalehrerin war alles, was ich von anderen Frauen – ausser mir selbst – nicht kannte. Sie war laut. Sie war wild. Sie war frei. Alles, was ich sein wollte, aber nie zu sein glaubte. Deshalb fühlte ich mich bei ihr vom ersten Moment an zuhause.

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Sie brachte mich auf einen Weg, den ich niemals hätte vorhersehen können, und zeigte mir eine Version von mir selbst, die ich bis dahin noch nicht kannte.

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Mein eigener Weg sollte allerdings noch etwas länger werden. Erst zehn Jahre später, im Jahr 2019, fand ich den Mut, mich für mein erstes Modul zur Yin-Yogalehrerin anzumelden. Auch wenn ich später nicht bei diesem Yogastil geblieben bin, begann dort meine Reise als Lehrerin.

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Danach absolvierte ich die Ausbildung zur Ayur-Yogalehrerin. Während dieser Zeit durfte ich auch TSY – Trauma Sensibles Yoga – kennenlernen. Es fühlte sich sofort stimmig an, diesen Weg weiterzugehen. Ebenso die Weiterbildung in der Nadi-Muskeltherapie, die bereits Teil meiner Ausbildung gestreift hatte.

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Nach Abschluss dieser Ausbildungen konnte ich direkt die Ausbildung zur Ayur-Yoga-Therapeutin beginnen. Währenddessen absolvierte ich zusätzlich die Weiterbildung in Trauma-Yoga-Therapie.

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Und dann tat das Leben, was das Leben manchmal eben tut.

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Ende 2024 wurde alles zu viel. Die Summe meiner Entscheidungen, Verpflichtungen und Herausforderungen holte mich in Form eines Burnouts ein. Ich musste den Abschluss meiner Therapeutinnen-Ausbildung um ein Jahr verschieben und konnte ihn erst 2026 abschliessen.

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Rückblickend war auch das Teil meines Weges.

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Seit 2024 unterrichte ich regelmässig Yoga im Kampfsportcenter Winterthur. Und ab dem 1. Juli darf ich meine Stunden zusätzlich im wunderschönen Raum18 anbieten – einem Ort, der sich für mich bereits bei der ersten Besichtigung wie ein Zuhause angefühlt hat.

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Yoga hat mein Leben nicht über Nacht verändert. Es hat weder alle Probleme gelöst noch mein Gedankenkarussell dauerhaft abgeschaltet. Falls du selbst ADHS hast, weisst du vermutlich, dass das ohnehin ein etwas ambitioniertes Ziel wäre.

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Aber Yoga hat mir gezeigt, wie ich mit mehr Gelassenheit, Vertrauen und auch einer guten Portion Humor durchs Leben gehen kann. Es hat mir geholfen, aus dem ständigen Funktionieren auszusteigen und immer wieder bei mir selbst anzukommen.

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Heute liebe ich Yoga gerade deshalb, weil es nichts Perfektes verlangt. Man muss weder besonders beweglich noch besonders spirituell sein. Man darf einfach Mensch sein – mit allen Ecken, Kanten, Gefühlen, Gedanken und gelegentlichen inneren Affenzirkussen.

Genau diesen Raum möchte ich auch für andere schaffen: einen Ort, an dem du durchatmen, auftanken und dir selbst mit etwas mehr Leichtigkeit begegnen kannst. Einen Ort, an dem du nichts leisten musst, sondern einfach sein darfst.

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